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Schülerfirma
"Altenpflege / Altenbetreuung"
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Durch einen Artikel in der Tagespresse war eine ältere Dame auf unsere Schülerfirmen aufmerksam geworden und fragte nach, ob Sie nicht durch
unsere Schüler in diesem Rahmen Unterstützung bekommen könnte. Zwei Schülerinnen wurden gefunden, die sich gerne dieser Aufgabe widmen wollten.
Seit diesem Schuljahr wurde die Schülerfirma "Altenbetreuung" fest eingerichtet.
Anfangs war es nicht einfach das Vertrauen der Senioren zu gewinnen. Durch Besuche von Seniorenkreisen, Nachfragen bei Kirchen und Altenheimen
gelang es uns schließlich weitere Interessenten zu finden.
In diese Schülerfirma werden hauptsächlich Schüler der 9. Klassen aufgenommen, gerne solche, die sich schon im Kindergarten bewährt haben.
Hier sind die Soft Skills wie Aufgeschlossenheit, Kontaktfähigkeit, Flexibilität, selbständiges Arbeiten und Einfühlungsvermögen von besonderer
Bedeutung und werden weiter trainiert.
Die Arbeitszeiten richten sich nach den Bedürfnissen der alten Menschen und können sich auch in den Nachmittag hinein verlagern.
Die Schüler betreuen aus Sicherheitsgründen immer zu Zweit eine Person. Sie kaufen ein, putzen, erledigen die Hausordnung, beziehen Betten usw..
Zu ihrer Aufgabe gehört es auch zuzuhören und selber etwas zu erzählen. Die Schüler werden durch den Lehrer in ihre jeweilige Tätigkeit eingeführt
und eine Zeitlang bei deren Umsetzung beobachtet.
Es ist erfreulich zu beobachten, dass über die geforderte Arbeitszeit hinaus die Schüler auch einmal am Nachmittag und in den Ferien für ihre zu
Betreuenden gerne zur Verfügung stehen.
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Neben der Praxisgruppe Kiga hat sich jetzt auch die der Altenpflege / -betreuung etabliert - für fünf bis sechs Schüler teils in privaten
Haushalten teils in Pflege- und Altenheimen.
So können die Schüler wichtige Erfahrungen in der Pflege und vor allem im Umgang mit alten Menschen gewinnen. Sie trainieren hier so wichtige
Arbeitstugenden wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Geduld, Freundlichkeit, Kontaktfähigkeit und können eventuell ihre Eignung für ein solches
Berufsfeld erkennen, in dem in der heutigen angespannten Arbeitsmarktlage zunehmend Helfer eingestellt werden.
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Marcel möchte nach einem BVJ den Beruf des Altenpflegehelfers erlernen. Hier begrüßt er einen Besucher der Tagesstätte.
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Denise hilft im hauswirtschaftlichen Bereich beim Bügeln.
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1. Auszug aus dem Jahresbericht des Fördervereins zur Unterstützung der Tagespflege Am Martin-Luther-Platz e.V.:
"Ein besonderes Dankeschön möchten wir einem ganz rührenden Schülerpaar aussprechen, und zwar Marcel und Denise vom Förderzentrum II
in der Stintzingstraße 22 in Erlangen. Diese beiden jungen Menschenkinder schenken mit ihrer Jugend und mit ihrer so liebevollen Zuwendung
unseren Besuchern viel Freude und Fröhlichkeit. Sie sind ein Geschenk!"
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2. Auszüge aus den Berichtsheften der Schüler
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Zuerst habe ich die Tür einer Kommode wieder festgeschraubt, danach habe ich die Teppiche hinausgehängt, ausgebürstet und wieder in die
Zimmer gelegt. Zum Schluss haben wir noch Unkraut im Garten entfernt.
(Patrick)
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Heute begleitete ich Frau F. erst zum Friseur, dann zum Einkaufen. Zu Hause im Heim räumte ich alles für sie ein. Danach fing ich an
Aufzeichnungen und Tagebücher mit ihr zu ordnen, da sie mit meiner Hilfe ihre Lebenserinnerungen aufschreiben möchte.
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